Kalvarienberg

Das Kaschubische Jerusalem

Der Kalvarienberg von Wejherowo wird wegen ihrer Bedeutung auch das „Kaschubische Jerusalem“ oder „Heilige Berge“ genannt. Die Pilgerstätte befindet sich auf einem von Buchen bewachsenen Moränenhügel und beinhaltet 26 durch Wege verbundene Stationen des Kreuzweges. Der Kalvarienberg von Wejherowo ist auf Initiative und mit Mitteln des Stadtgründers Jakub Wejher entstanden. Es ist der vierte in der Zeit der Adelsrepublik Polen-Litauen (die von 1569 bis 1795 bestand) geschaffene Kalvarienberg. Die anderen drei Stationswege befinden sich in Kalwaria Zebrzydowska (40 km von Krakau entfernt), Pakość (Zentral Polen) sowie in der westlitauischen Region Samogitien.

Entlang 26 Stationen des Kreuzweges

Für den 4,5 km langen Kreuzweg von Wejherowo muss man 2,5 Stunden einplanen. Am besten fängt man bei der sehenswerten Klosterkirche an. Die Formenvielfalt der Kapellen der Pilgerstätte ist groß. Einige Kapellen („Haus der Gottesmutter“, „Erster Fall Jesu“, „Simon von Cyrene hilft Jesus das Kreuz tragen“) sind Fachwerkbauten. Die Kapelle „Jesus begegnet seiner Mutter“ in Form einer Rotunde verzieren Ornamente, die an niederländische Kunst anknüpfen. Der barocke Pilatus-Palast hat den Grundriss eines griechischen Kreuzes. Es gibt auch schlichter gestaltete Kapellen: „Weinende Frauen“, „Die Entblößung Christi“ und „Die Kreuzigung“.

Besuchen Sie den Kalvierienberg von Wejherowo

Besucht man den Kalvarienberg allein, kann man wohl am besten seine Stille genießen und reflektieren. Wer jedoch die religiöse Gemeinschaft erleben will, sollte sich in der Karwoche zum hiesigen Passionsspiel aufmachen.